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Pflanzenschutz und -ernährung

Eine geeignete Standortauswahl ist die Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Pflanzenwachstum, die ausreichende Versorgung mit Wasser und Nährstoffen spielt zudem eine zentrale Rolle. Bei trotzdem auftretenden Krankheiten gilt es abzuwägen, wie man diese sinnvoll bekämpft.

Spätestens seit den 80er Jahren ist der massive Einsatz von synthetischen Spritzmitteln in Landwirtschaft und Erwerbsgartenbau äußerst umstritten. Im Bereich Privatgarten kommt zudem noch das verständlicherweise fehlende Fachwissen der Anwender als Risikofaktor hinzu. Themen wie das aktuelle Bienensterben, die epidemische Verbreitung der Zecken, des Buchsbaumzünslers oder der Eichen-Prozessionsspinner und erhöhte Nitrat-Werte im Grundwasser sorgen nicht nur in Fachkreisen für heiße Diskussionen zur breitflächigen Anwendung von Dünge- und Schädlingsbekämpfungsmitteln.

Der biologische Abbau der langkettigen und sehr stabilen Makromoleküle der z. B. im sehr umstrittenen Herbizid 'Roundup' enthaltenen Wachstumshormone Auxine beginnt erst nach einem Zeitraum von etwa 20 Jahren, d.h. mit jeder Anwendung reichert sich dieser Hormonkomplex zusätzlich im Boden an. Biologische Schädlingsbekämpfungsmittel dagegen weisen bei fachgerechter Anwendung eine zufriedenstellende Wirksamkeit auf und sind in überschaubaren Zeiträumen von den Bodenorganismen abbaubar. So bietet beispielsweise die Fa. Neudorff inzwischen ein breites Spektrum an anwendergerechten Mitteln zur biologischen Schädlingsbekämpfung an. Das Anmischen von Spritzbrühen wie Schachtelhalm- oder Baldrian-Brühen und Brennessel-Laugen wird hierdurch komfortabel, unkompliziert und auch weitgehend geruchsneutral.

Billige Stickstoffdünger, wie das immer noch weit verbreitete Blaukorn, enthalten sehr mobile Formen des Stickstoffs. Nach neuesten Untersuchungen werden davon ca. 70 Prozent ausgewaschen und gelangen in Form von Nitrat direkt ins Grundwasser, der Rest von gerade mal 30 Prozent kommt an die Pflanze und relativiert den vermeintlich günstigen Preis. Hochwertige Rasen- und Gartendünger sind pelletiert und geben die enthaltenen Nährstoffe dosiert und witterungsabhängig ab. Meistens enthalten sie neben einer organischen Komponente zusätzlich mineralische Düngeranteile, die eine gezielte Nährstoffversorgung über 10-12 Wochen ermöglichen. Von der Verwendung von tierischen Abfällen raten wir wegen der enthaltenen Schwermetalle und Chromanteile sowie der nach wie vor ungelösten Problematik der pathogenen Prione ab.

Zahlen, Statistik, Interessantes

  • ca. 10 x e70, d.h. eine 1 mit 70 (!) Nullen, beträgt die theorethische Vermehrungsrate einer Blattlaus und ihrer Kindeskinder im Kalenderjahr. Allerdings nur in der Theorie, ohne Berücksichtigung der Dezimierung durch Witterung, natürliche Fraßfeinde und durch Ihren Gärtner.
  • bis zu 250 weiße Eier enthält das Gelege einer Nacktschnecke, die man meistens unter Steinen, Gehwegplatten oder in feuchten Winkeln im Garten findet. Falls Sie beim nervenaufreibenden Kampf gegen diese immer hungrigen Biester verzweifeln, empfehlen wir als vertiefende Literatur die Kurzgeschichte Schnägg! Schnägg! von Axel Hacke.
  • 16 Bar Saugspannung entwickelt eine Birke, um das Wasser aus dem Wurzelbereich bis in ihren Wipfel zu transportieren. Der Druck in unseren Wasserleitungen liegt dagegen mit ca. 4 Bar bei etwa 25 Prozent!
  • die ca. 1200 qm große Blattfläche einer etwa 100 Jahre alten Buche produziert bis zu 370 l Sauerstoff je Stunde und gibt bis zu 500 l Wasser pro Tag an die Luft ab. Die Werte von Nadelbäumen liegen um etwa 60-70 Prozent niedriger.
  • 1 kg Oberboden enthält mehr Organismen als Menschen auf der Erde Leben.

Bei Fragen zu aktuell anstehenden Problemen mit explosionsartigen Vermehrungsraten von Blattläusen, Schnecken oder Pilzen stehen wir Ihnen natürlich gerne mit Rat und Tat zur Seite.